Impuls Wut zur Veränderung

 

Wut zur Veränderung

Dieser Impuls wurde zum 1. Mai veröffentlicht. Er wurde von der CAJ Freiburg entwickelt.
 
Überlegung:    
Kennst du das: Jemand entscheidet einfach über deinen Kopf hinweg, was du machen sollst, aber du hast gar keine Lust darauf? Und jetzt sollst du einfach brav sein, keinen Aufstand machen und einfach mitmachen? Oder jemand entscheidet, welche Regeln es in der Schule gibt, oder bei der Arbeit, in deinem Leben und du findest diese Regeln nicht gut und würdest das ganz anders machen? Du hast aber das Gefühl, niemand hört dir zu und du wirst abgewimmelt? Das ist ganz schön ungerecht. Und mich macht sowas ganz schön wütend. 
Lesung          
Mk 10,13-16 
Leute aus dem Dorf brachten Kinder zu Jesus, damit er sie berühre. Aber die Jüngerinnen und Jünger herrschten sie an. Als Jesus das sah, wurde er wütend und sagte zu ihnen: „Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran, denn sie gehören zu Gottes Reich. Ja, ich sage euch: Nur wer Gottes Reich wie ein Kind aufnimmt, wird dort hineingelangen.“ Und er nahm die Kinder in die Arme, segnete sie und legte die Hände auf sie.
 
Liedvorschlag:
Gotteslob: Da wohnt ein Sehnen tief in uns, GL 846, Str. 1,2,4oder Kreuzungen: Alles beginnt mit der Sehnsucht, K-Nr. 12, St. 1, 2, 3
 
Überlegung    
Früher habe ich gehofft, dass sich die Dinge irgendwann von selbst ändern. Ich habe abgewartet, dass sich etwas tut. Viele andere Leute in meinem Umfeld haben das auch gemacht. Wir haben gedacht, dass es ja sicherlich ganz viele andere Menschen gibt, die das auch so sehen wie wir und die etwas bewegen. Dass wir nur warten müssen. Aber kann es sein, dass das gar nicht stimmt? Kann es sein, dass genau du und ich und wir diejenigen sind, auf die es jetzt ankommt? Kann es sein, dass wir, wie Jesus im Text von eben, selbst gefragt sind, es anders zu machen? 

Moderation:    
Wann hast du mal gemerkt: Hier und jetzt kommt es auf mich an! Ich kann was bewegen? Wo hast du schon mal erlebt, dass du einen Unterschied machst? Wo hast du erlebt, dass sich etwas in deinem Umfeld, in der Welt, in deinem Leben dauerhaft verändert hat? Was war dein Anteil daran?[Den Teilnehmenden Zeit geben, sich über diese Fragen Gedanken zu machen und sie einladen, ihre Erlebnisse zu teilen.] 
 
Liedvorschlag:
Kreuzungen: Brich auf, bewege dich, K-Nr. 32
 
Gebet:            
Gott, wir leben in einer Welt, die uns immer wieder wütend macht. Es gibt viel Ungerechtigkeit. Statt zu warten, dass sich was tut, ermutige uns, selbst aktiv zu werden, unsere Wut zu nutzen und rauszugehen, uns zusammenzutun und miteinander etwas zu bewegen. Wir haben unsere eigenen Erinnerungen, wie wir einen Unterschied gemacht haben. Lass uns auch in Zukunft miteinander und mit Dir Ungerechtes verändern: Die Welt zu einem Ort machen, an der alle Menschen ein gutes Leben leben können. Begleite uns dabei und segne uns. Amen. 
 
Liedvorschlag:
Gotteslob: Gott gab uns Atem, damit wir leben, GL 468 Str. 1,2,3                       
oder Kreuzungen: Kriecht aus eurem Schneckenhaus, K-Nr. 265 Str. 1,3,4
 
 
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