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Partnerschaft mit der Kolping Jugend Chile

Wie es zur Partnerschaft kam und was Partnerschaft bedeutet

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In den sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts verbreitete sich die Idee des katholischen Sozialverbandes „KOLPING" vor allem über deutschstämmige Missionare in alle Welt.

Das Chilenische Kolpingwerk gehört wie die anderen auf der südlichen Halbkugel noch zu den „jungen" Kolpingverbänden. Mitte der 70er Jahre begann der Kapuzinerpater Florian Stöhr mit dem Aufbau eines Ausbildungszentrums mit Wohnheim für jugendliche Mapuche-Indianer. Nach der Gründung 1977 verbreitete sich das Kolpingwerk schnell von der Stadt Castro im Süden bis Arica im Norden. Zwischen diesen Städten liegen 3.250 km. Der Nationalverband hat seinen Sitz im südlichen Villarrica.

In mehr als 150 Kolpingsfamilien und 30 Kolpingjugend-Gruppen engagieren sich Frauen, Männer und Jugendliche für die Entwicklung ihrer Gruppen, ihres Lebensumfeldes und der chilenischen Gesellschaft. Sie verstehen sich als Basisgruppen mit 10 - 20 Mitgliedern.

Der Freiburger Diözesanverband und die chilenische Nationalleitung entschlossen sich 1983 zur Aufnahme von engeren Beziehungen. So entstand diese lebendige Partnerschaft. In dieser Zeit sind unzählige Kontakte, Beziehungen, Besuche und Projektpartnerschaften entstanden.

Die vielfältigen und vielschichtigen „familienhaften" Beziehungen wurden im Jahr 1998 in einem „Partnerschaftsvertrag" festgehalten und deren ständige Weiterentwicklung vereinbart.

Die Ziele der Partnerschaft sind:

  • Ermöglichung interkulturellen Lernens durch Austausch und persönliche Kontakte
  • Ermöglichung von Entwicklung und Armutsbekämpfung durch Projekt-Partnerschaften. Dabei gilt: Hilfe zur Selbsthilfe
  • Ermöglichung globalen Lernens durch Bildung und Information
  • Umsetzung solidarischer Strukturen zum Beispiel durch Fairen Handel
  • Politisches Lernen durch Wahrnehmung der Möglichkeiten eines international organisierten Verbandes 

Neben vielen weiteren Aktionen lebt die Beziehung zum Kolpingwerk in Chile auch durch den Kontakt der Kolpingjugend und der Kolping Juvenil Chile. So gab es in den Jahren 2001 und 2004 Jugendbegegnungen in Chile. Die Gegenbesuche in der Diözese Freiburg erfolgten 2002 und 2005. An den Jugendbegegnungen nahmen jeweils rund 15 Jugendliche als Gäste sowie zahlreiche Einheimische teil. Im Mai 2007 trafen sich Leitungsmitglieder von Chile und Freiburg bei der Generalversammlung des internationalen Kolpingwerkes in Ungarn und anschließend in Freiburg. Im August und September 2008 findet eine generationenübergreifende Partnerschaftsreise nach Chile statt. Weitere solche Projekte werden angestrebt.

Kontakt:

Wer Interesse an der Partnerschaft mit der Kolpingjugend Chile hat, wer Kontakt nach Chile sucht oder wer Interesse an der Mitarbeit im Chile-Arbeitskreis hat, kann sich an folgende Adressen wenden:


Kerstin Fers Kerstin.Fers@kolpingjugend-freiburg.de

Jugendreferent Johannes Jurth Johannes.Jurth@seelsorgeamt-freiburg.de